Historie

Textile Tradition – immer innovativ

Die Wirtschaftsgeschichte Krefelds ist untrennbar mit der Textilindustrie verbunden. Samt und Seide machten Krefeld während der Industrialisierung groß und wohlhabend. Die Seidenbarone prägten das Stadtbild und die Architektur. Krawatten stammten früher fast ohne Ausnahme aus Krefelder Produktion, Seidenstoffe und Dessins waren weltweit gefragte Exportprodukte. Textile Produktionsprozesse benötigten in ihrer Entwicklung immer neue Maschinen und Anlagen – Basis der Entwicklung der bis heute starken Industrielandschaft. So entstanden metallerzeugende, metallverarbeitende und maschinenbauende Unternehmen. Die Textilindustrie benötigte zudem Laugen und Färbemittel für die Textilausrüstung. Hier liegt die Grundlage der chemischen Industrie. Dazu kam die Lage direkt am Rhein, mit eigenem Hafen, der den Warentransport erleichterte.

Mit der Verlagerung der Textilindustrie in den letzten 50 Jahren – vor allem nach Ostasien– verschwand dieser Industriezweig fast völlig. Geblieben ist neben der Tradition und einigen hochspezialisierten Nischenanbietern das Fachwissen über textile Werkstoffe. Heute kommen vor allem technische Textilien aus Krefeld, zum Beispiel für Stadiendächer in aller Welt.