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WFG-Newsletter Extra

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Krefelder Unternehmerinnen und Unternehmer,

fast stündlich erreichen uns neue Informationen zum Coronavirus und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaft. Anlass für uns, Ihnen heute den ersten Extra-Newsletter zu senden und Sie mit aktuellen Hinweisen zu beschlossenen Maßnahmen zu versorgen. 

Unsere gebündelten Informationen zu Hilfestellungen für Unternehmen haben wir auch auf unserer Website für Sie bereitgestellt. Diese Kurzinformationen haben natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit - auch eine Rechtsberatung dürfen wir als Wirtschaftsförderer nicht leisten. Sprechen Sie uns aber gerne mit Ihren offenen Fragen an! Als Netzwerker und Kümmerer versuchen wir Antworten zu finden.

Halten Sie Abstand und bleiben Sie gesund!

Ihre Wirtschaftsförderung Krefeld

Sie möchten uns Neuigkeiten aus Ihrem Unternehmen zukommen lassen?
Dann schicken Sie eine E-Mail mit Ihren Informationen an:
newsletter@wfg-krefeld.de.

1. | Einstiegsvoraussetzungen verbessert

Krise meistern mit dem NRW.BANK.Universalkredit: Für das Förderprogramm hat das Land die Einstiegsvoraussetzungen erheblich verbessert. KMU, Gründer und Freiberufler bekommen mit dem Darlehen ein Finanzierungsinstrument an die Hand, welches bei Liquiditätsengpässen schnell helfen kann und mit einer 80%igen Risikoübernahme verbunden ist. Reine Betriebsmittel können über eine Laufzeit von 10 Jahren mit einem Tilgungsfreijahr beantragt werden. Es gilt das Hausbankenverfahren. Der bisher notwendige Mindestkreditbetrag wurde ausgesetzt. Bei Haftungsfreistellungen bis 250.000 Euro erfolgt die Kreditzusage in aller Regel innerhalb von 72 Stunden.

NRW.BANK Service-Center: 0211-91741 4800

2. | Rettungsschirm: ZENIT übernimmt zentrale NRW-Hotline

Aktuell überschlagen sich die Ereignisse und somit auch die wachsende Unsicherheit. Damit Unternehmen schnell und effektiv geholfen werden kann, wurde die „Unternehmen-Soforthilfe NRW“ eingerichtet. Sie erreichen die Hotline werktags zwischen 8:00 und 18:00 Uhr unter der Telefonnummer 0208 30004-39. Auch via WhatsApp können die Experten ganz unbürokratisch konsultiert werden. 

Wichtige Infos finden Sie dazu hier: www.zenit.de

3. | Anträge auf Tilgungsaussetzungen für Förderprogramme

Für Unternehmen, die bereits einen Förderkredit der NRW.Bank erhalten haben und nunmehr aufgrund der Corona-Krise Liquiditätsprobleme haben, ist es möglich, Tilgungsaussetzungen zu beantragen. Hierzu bedarf es einer Bestätigung der Hausbank, dass die Liquiditätsengpässe auf die Corona-Krise zurückzuführen sind.

Ihre Hausbank ist bezüglich der Anträge auf Tilgungsaussetzungen Ihr erster Ansprechpartner.

4. | Förderung von Homeoffice

Eine Möglichkeit Kapazitätsausfälle und Effizienzverluste so gering wie möglich zu halten, ist die kurzfristige Bereitstellung von Home- und Telearbeitsplätzen. Ab sofort können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm „go-digital“ des BMWi sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor.

Go-digital bietet neben den Modulen „Digitale Markterschließung“ und „IT-Sicherheit“ auch das Modul 3 – „Digitalisierung von Geschäftsprozessen“ an, dessen Leistungsspektrum vor dem Hintergrund der Corona-Krise nun erweitert wird. Ab sofort können demnach IT-Dienstleistungen, die die Einrichtung von Homeoffice-Plätzen zum Ziel haben, offiziell unter dem besagten Modul beantragt und bewilligt werden. Hierzu zählt vor allem der Aufbau sowie das Einrichten der zugehörigen Hardware. Software, die dabei zum Einsatz kommt und über die gängigen Standards hinausgeht, ist ebenfalls förderfähig. Von der Förderung weiterhin ausgeschlossen sind hingegen reine Investitionsmaßnahmen in Hard- und Standardsoftware.

www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/go-digital/go-digital.html

5. | Änderungen bei der Beantragung von Hartz-IV

Die steuerfinanzierte staatliche Grundsicherung, das Hartz-IV-System, ist das Auffangnetz für alle, die etwa mit dem Kurzarbeitergeld nicht auskommen oder die keinen Anspruch auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung haben, weil sie nie oder zu wenig eingezahlt haben. Ab 01.04.2020 wird die aufwendige Vermögensprüfung für sechs Monate ausgesetzt. Es wird keinem kleinen Selbstständigen, Künstler oder Gastronomen, der Grundsicherung beantragen muss, die Frage gestellt, ob er noch liquide ist. Außerdem kann jeder in seiner Wohnung bleiben Das bisherige geltende Recht beim Anspruch auf Hartz IV wird ausgesetzt.

www.arbeitsagentur.de/arbeitslosengeld-2/arbeitslosengeld-2-beantragen

6. | Infektionsschutzgesetz umfasst auch Entschädigungen

Wer aufgrund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann nach § 56 des Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine Entschädigung erhalten. Nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten auch Selbstständige und Freiberufler den Verdienstausfall ersetzt. Grundlage der Berechnung der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommenssteuerbescheid. Bei einer Existenzgefährdung können Mehraufwendungen beantragt werden. Wer als Selbständige/r nicht gesetzlich kranken-, renten- und pflegeversichert seid, hat Anspruch auf Erstattung der Aufwendungen für soziale Sicherung in angemessenem Umfang. Der Anspruch ist innerhalb von drei Monaten geltend zu machen.

Selbstständige und Freiberufler wenden sich in diesem Falle direkt an das für sie zuständige Gesundheitsamt.

7. | Unterstützung für die Kunst- und Kulturwirtschaft

Freischaffende, professionelle Künstler*innen erhalten eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro. Mit dieser Soforthilfe unterstützt die Landesregierung freischaffende, professionelle Künstler*innen, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten.

Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden und muss später nicht zurückgezahlt werden.

Daneben schaffen zusätzliche Anpassungen im regulären Förderverfahren Sicherheit für die Kultureinrichtungen und -akteure. Grundsätzlich gilt dabei: Bereits bewilligte bzw. derzeit noch in Prüfung befindliche Förderungen in Höhe von mehr als 120 Millionen Euro werden in jedem Falle ausgezahlt – auch dann, wenn die Veranstaltungen und Projekte wegen Corona abgesagt oder verschoben werden müssen.
Zusätzliche Ausnahmeregelungen sollen Veranstalter und Einrichtungen finanziell wie zeitlich entlasten: So können etwa Ausfallkosten, die durch Absagen entstehen, als zuwendungsfähige Ausgaben im Rahmen der Förderungen anerkannt werden sowie die üblicherweise bei der Verwendung von Fördermitteln geltenden Zwei-Monats-Fristen gelockert werden.

Weitere Informationen sowie das Antragsformular finden Sie unter www.mkw.nrw/Informationen_Corona-Virus.

Selbständige Künstler*innen und Publizist*innen, die in der Künstlersozialkasse versichert sind und von Einnahmeausfällen betroffen sind, können der KSK die geänderte Einkommenserwartung melden. Die Beiträge werden auf Antrag den geänderten Verhältnissen angepasst. Das Formular finden Sie hier. Bestehen darüber hinaus akute Zahlungsschwierigkeiten können individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden. Hierzu folgen in Kürze weitere Informationen.

Für Unternehmen können die Ansprüche auf den Gesamtsozialversicherungsbeitrag nach § 76 SGB IV gestundet werden, wenn die sofortige Einziehung mit erheblichen Härten für das Unternehmen verbunden wäre und der Anspruch durch die Stundung nicht gefährdet wird. Die Stundung setzt einen entsprechenden Antrag voraus, wobei Sie das Vorliegen der jeweiligen Voraussetzungen belegen müssen.

Über den Antrag entscheiden „nach pflichtgemäßem Ermessen“ die Krankenkassen Ihrer Arbeitnehmer*innen als zuständige Einzugsstellen. Bitte wenden Sie sich direkt an Ihre jeweils zuständigen Krankenkassen.

Die GEMA wird in einem zweistufigen Programm finanzielle Hilfen in einer Gesamthöhe von rund 40 Mio. Euro bereitstellen. Der „Schutzschirm LIVE“ richtet sich vorrangig an Komponist*innen und Textdichter*innen, die zugleich als Performer*innen auftreten und aufgrund flächendeckender Veranstaltungsabsagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der „Corona-Hilfsfonds“ stellt finanzielle Übergangshilfen für individuelle Härtefälle im Rahmen der sozialen und kulturellen Förderung bereit. Detaillierte Informationen zum Nothilfe-Programm (Berechtigte, Antragstellung, Auszahlung, etc.) wird die GEMA im Laufe der Woche veröffentlichen.

www.gema.de/aktuelles

Sie setzen gerade mit Hilfe von Fördermitteln ein Projekt um und müssen Veranstaltungen und/oder Reisen absagen? Wie sich das auf die Abrechnung der Fördermittel auswirkt, dazu gibt es noch keine allgemeingültige Regelung.

Für die vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW geförderten Projekte gilt: Die bereits bewilligten bzw. derzeit noch in Prüfung befindlichen Förderungen (Stichtag: 15. März 2020) werden in jedem Falle ausgezahlt – auch dann, wenn die Veranstaltungen und Projekte aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben werden müssen. Zusätzliche Ausnahmeregelungen sollen Veranstalter und Einrichtungen finanziell wie zeitlich entlasten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters kündigte an, bei vom Bund geförderten Projekten und Veranstaltungen, die wegen des Coronavirus abgesagt werden müssen, auf Rückforderungen so weit wie möglich zu verzichten. Weitere Informationen zu den Hilfsmaßnahmen für die Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung finden Sie hier.

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