Corona-Soforthilfe für Unternehmen mit bis zu 50 MA

Das erwartete Zuschussprogramm der Landesregierung ist am 25.03.2020 um 14 Uhr vorgestellt worden und kann ab Freitag, 27.03.2020, digital beantragt werden. Bitte beachten Sie, dass sich die einzelnen Förderprodukte (die schon in den letzten Newsletter benannt wurden) nicht gegenseitig ausschließen. Eine Kumulierung ist ausdrücklich erwünscht. Fragen hierzu kann die Wirtschaftsförderung Krefeld gerne beantworten.


NRW-Soforthilfe 2020

Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen (bis zu 10 Beschäftigte) in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiterzureichen und dabei zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zu erweitern.

Anträge können von gewerblichen und gemeinnützigen Unternehmen, Solo-Selbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen, mit bis zu 50 Beschäftigten (umgerechnet auf Vollzeitkräfte) gestellt werden, die im Haupterwerb

  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen/Freiberufler/Selbstständige tätig sind,
  • ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen haben und
  • ihre Waren oder Dienstleistungen bereits vor dem 1. Dezember 2019 am Markt angeboten haben.

Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Finanzierungsengpässe, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä., sowie dem Erhalt von Arbeitsplätzen durch einen Zuschuss unterstützt werden.

Voraussetzung: erhebliche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Dies wird angenommen, wenn

  • sich für den Monat, in dem der Antrag gestellt wird, ein Umsatz- bzw. Honorarrückgang von mindestens 50 Prozent verglichen mit dem durchschnittlichen monatlichen Umsatz (bezogen auf den aktuellen und die zwei vorangegangenen Monate) im Vorjahr ergibt. Rechenbeispiel: Durchschnittlicher Umsatz Januar bis März 2019: 10.000 Euro, aktueller Umsatz März 2020: 5.000 Euro oder weniger

 oder

  • der Betrieb auf behördliche Anordnung wegen der Corona-Krise geschlossen wurde

oder

  • die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (= Finanzierungsengpass) 

Die Soforthilfe gilt für Antragsteller, die zum Stichtag 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten waren, aber danach in Folge des Ausbruchs von COVID-19 Schwierigkeiten hatten oder in Schwierigkeiten geraten sind.

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt für drei Monate:

  • 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit 6 bis 10 Beschäftigten,
  • 25.000 Euro für Antragsberechtigte mit 11 bis 50 Beschäftigten.

Stichtag für die Berechnung der Mitarbeiterzahl ist der 31.12.2019. Zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitbeschäftigte:
 
Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
Mitarbeiter über 30 Stunden & Auszubildende = Faktor 1
Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3
 
Der/Die Unternehmer/in selbst ist mitzuzählen.

Das Antragsverfahren funktioniert vollständig digital. Antragsteller können ihren Antrag online ausfüllen und absenden. Sie erhalten im Anschluss eine automatisierte Eingangsbestätigung. Alle Anträge werden nach Eingangsdatum bearbeitet.
 
Der Link zum Antragsverfahren wird am Freitag hier und auf den Webseiten der fünf Bezirksregierungen (Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Münster) zur Verfügung gestellt.

Wichtiger Hinweis: Bitte senden Sie Ihren Antrag nicht postalisch oder per E-Mail an das Wirtschaftsministerium oder die Bezirksregierungen. Diese werden nicht bearbeitet. Ausgedruckte Anträge können nicht verarbeitet werden.

Zunächst wird ein elektronischer Bescheid übermittelt. Die Soforthilfe wird anschließend von der regional zuständigen Bewilligungsbehörde (Bezirksregierung) nach Prüfung des Antrags unmittelbar auf das Konto des Antragstellers überwiesen. Das Ministerium betont, dass die Geschwindigkeit der Auszahlung von vielen Faktoren abhängig ist und bittet um Verständnis. Bei Bewilligung des Antrags erfolgt jedoch direkt ein Bescheid per Mail, dieser kann zur weiteren Liquiditätssicherung bei Banken etc. genutzt werden.

Auszahlungen können nur bis zum 30.06.2020 erfolgen.

Weitere wichtige Informationen finden Sie hier: www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

(Bitte beachten Sie, dass die Seite fortwährend aktualisiert wird)

IHK berät zu Soforthilfen

Für Unternehmen in Not bis 50 Mitarbeitern wird es ab dem 27.03.2020, möglich sein, Soforthilfen vom Bund und vom Land NRW zu beantragen. Die Anträge können über eine zentrale Onlineplattform des Landes gestellt werden. Die Antragsbearbeitung übernehmen die Bezirksregierungen. Die Beratung bei der Beantragung des Zuschusses werden die IHKs und die Handwerkskammern tragen. Da mit vielen zusätzlichen Anrufern gerechnet wird, wird die IHK Mittlerer Niederrhein ihre Hotline personell verstärken und die Beratungszeiten am Samstag auf 16:00 Uhr erweitern und die Hotline auch an diesem Sonntag besetzen. An diesem Samstag wird die Hotline von 10-16 Uhr besetzt sein, an diesem Sonntag von 10-14 Uhr. In der Zeit von Montags bis Freitags wird die Hotline von 7-19 Uhr besetzt sein. Die IHK Mittlerer Niederrhein ist erreichbar unter: corona@mnr.ihk.de oder 02151-635424.