Aktuelle Themen rund um eine familienorientierte Personalpolitik

+++ Baukasten für die NEUE Vereinbarkeit

Unter www.erfolgsfaktor-familie.de/kulturcheck können ab sofort Personalverantwortliche die familienfreundlichen Angebote ihres Unternehmens bewerten und Bereiche erkennen, in denen ein weiterer Ausbau sinnvoll ist. Diese Ergebnisse lassen sich einfach in den Powerpoint-Baukasten „Neue Vereinbarkeit – Potenziale für die Arbeitswelt“ übertragen und so strukturiert für Präsentationen verwenden. Daten und Fakten rund um das Thema Vereinbarkeit stellen die Ergebnisse in einen direkten betriebswirtschaftlichen Zusammenhang. Diesen Baukasten finden Sie unter www.erfolgsfaktor-familie.de/ppt-baukasten

+++ Digitale Vereinbarkeit

Dank des umfassenden digitalen Wandels gibt es in der familienorientierten Personalpolitik neue Chancen zur Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. Mithilfe der praxisorientierten Toolbox „Digitale Vereinbarkeit“ werden Unternehmen nun ganz einfach die Vorteile und Chancen für die Vereinbarkeit aufgezeigt und direkt bei der Umsetzung unterstützt.

Digitale Vereinbarkeitslösungen wie Home-Office und mobiles Arbeiten können Eltern, aber auch Beschäftigten mit Pflegeverantwortung dabei helfen, ihre Wünsche nach einer partnerschaftlichen Aufgabenverteilung zu erfüllen. Umfragen zeigen, dass hier der Bedarf groß ist.

Überzeugen Sie sich selbst von den vorgestellten Ansätzen und Empfehlungen, die u.a. auf den Ergebnissen eines Dialogkreises mit Unternehmen und dem „Erfolgsfaktor Familie“ durchgeführt wurde. Die Toolbox bündelt die besten Maßnahmen und Vorgehensweisen. Die Toolbox können Sie hier herunterladen.

+++ Pflege und Beruf

Vorneweg gesagt: Im Bereich der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf gibt es keinen einheitlichen Maßnahmenplan, wie Pflegesituationen organisiert werden können. Vielmehr sind individuelle, flexible Lösungen gefragt, die sich an spontan verändernde Rahmenbedingungen, etwa erhöhten Pflegebedarf, anpassen lassen.

So ist Pflege – anders als Elternschaft – meistens nicht planbar, sondern tritt unvermittelt ein. Auch ist der Verlauf einer Pflegebedürftigkeit oft schwierig einzuschätzen. Dementsprechend kann es von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein, wie stark die pflegende Person beansprucht wird.

Wer präventiv pflegesensible Arbeitsbedingungen schaffen will, sollte frühzeitig eine flexible Arbeitsorganisation aufbauen und zum Beispiel Heim-Arbeitsplätze und Vertrauensarbeitszeit anbieten. Denn Pflege bedarf besonderer zeitlicher Flexibilität.

Das neue Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf berücksichtigt hierbei die Individualität jeder Pflegesituation. Die neuen Regelungen bieten mehr Flexibilität bei Freistellungen für Beschäftigte sowie eine größere finanzielle Sicherheit.

 

  • Kurzzeitige Arbeitsfreistellung von bis zu 10 Arbeitstagen
  • Rechtsanspruch auf eine bis zu 24 Monate dauernde vollständige oder teilweise Freistellung
  • Lohnersatzleistung in Form von Pflegeunterstützungsgeld
  • Zinsloses Darlehen
  • Freistellung auch bei Betreuung minderjähriger, pflegebedürftiger naher Angehöriger, auch in außerhäuslicher Umgebung,
  • Möglichkeit einer bis zu dreimonatigen vollständigen oder teilweisen Auszeit, um einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen in der letzten Lebensphase zu begleiten.

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+++ Mutterschutz - Änderungen im Gesetz ab dem 1. Januar 2018

Der Bundestag hat am 30. März 2017 eine Reform des Mutterschutzgesetzes beschlossen. Sie soll am 1. Januar 2018 in Kraft treten.

Nachfolgend die wichtigsten Eckpunkte:

  • Unter Mutterschutz stehen künftig auch Studentinnen, Schülerinnen und Praktikantinnen. Ausnahmen können seitens der Schwangeren beantragt werden: z.B. um eine Prüfung abzulegen.
  • Zwar noch unter Kritik: Arbeitsverbote (Arbeiten nach 20 Uhr oder Wochenendarbeit) können auf Wunsch der Schwangeren oder Stillenden aufgehoben werden.
  • Mütter von Kindern mit Handicap erhalten 4 Wochen mehr Mutterschutz
  • Nach Fehlgeburten (ab der 12. Woche) gibt es einen viermonatigen Kündigungsschutz 
  • In Zukunft sollen Beschäftigungsverbote nicht mehr gegen den Willen der Schwangeren ausgesprochen werden können. Wichtiger ist, dass der Arbeitsplatz der Schwangeren sicherer gestaltet wird
  • Für Beamtinnen und Soldatinnen soll es entsprechende Regelungen geben

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